Didaktisch bietet das Medium vielfältige Möglichkeiten für einen kompetenzorientierten und lebensweltbezogenen Religionsunterricht. Die Lernenden setzen sich mit aktuellen gesellschaftlichen Herausforderungen auseinander und reflektieren dabei ethische, politische und religiöse Perspektiven. Besonders geeignet sind die Materialien für Unterrichtsgespräche, Gruppenarbeit, Partnerarbeit, Präsentationen und Diskussionen. Die Bildmaterialien und Karikaturen eröffnen motivierende Einstiege und fördern die Wahrnehmungs und Deutungskompetenz der Lernenden. Texte von Greta Thunberg sowie Auszüge aus Laudato si ermöglichen eine kritische Analyse unterschiedlicher Positionen zum Klimawandel und verdeutlichen Gemeinsamkeiten zwischen gesellschaftlichem Engagement und christlicher Schöpfungsverantwortung. Karten und Projektbeispiele fördern Globales Lernen und sensibilisieren für weltweite soziale Ungleichheiten. Die Arbeitsaufträge regen zur Urteilsbildung, Perspektivübernahme und persönlichen Stellungnahme an. Gleichzeitig unterstützt das Material die Entwicklung von Verantwortungsbewusstsein und Handlungskompetenz im Sinne einer Bildung für nachhaltige Entwicklung. Besonders gewinnbringend ist eine fächerverbindende Zusammenarbeit mit Geographie, Politik oder Sozialwissenschaften. Die Materialien eignen sich zudem für Projektarbeit, Debatten, kreative Schreibaufgaben sowie für die Reflexion des eigenen Lebensstils und Konsumverhaltens.
F1: Foto einer Fridays for Future Demonstration
Die Lernenden beschreiben das Bild und erkennen den Zusammenhang zur Fridays for Future Bewegung. Im Unterricht sprechen sie über Jugendproteste, Klimaschutz und gesellschaftliches Engagement. Das Foto dient als motivierender Einstieg und knüpft an die Lebenswelt der Lernenden an.
M1: Greta Thunbergs Appell an die Welt
Die Lernenden lesen Greta Thunbergs Rede von der Weltklimakonferenz 2018 und arbeiten zentrale Aussagen heraus. Im Unterricht diskutieren sie Klimagerechtigkeit, Verantwortung der Industrieländer und Forderungen nach gesellschaftlichem Wandel. Dabei werden Urteilskompetenz und Argumentationsfähigkeit gefördert.
A1: Arbeitsaufträge zu F1 und M1
Die Lernenden fassen die Kernaussagen zusammen und nehmen persönlich Stellung zu Greta Thunbergs Forderungen. Im Unterricht werden Diskussionen und Reflexionsgespräche durchgeführt.
F2a und F2b: Papst Franziskus und Greta Thunberg
Die Lernenden betrachten die Bilder und formulieren Vermutungen zur Botschaft der dargestellten Begegnung. Im Unterricht wird die Verbindung zwischen kirchlichem Engagement und Klimabewegung thematisiert.
M2: Auszüge aus der Enzyklika Laudato si
Die Lernenden analysieren Aussagen von Papst Franziskus zu Klimawandel, Umweltzerstörung und Verantwortung für die Schöpfung. Im Unterricht vergleichen sie die Positionen der katholischen Kirche mit den Forderungen von Greta Thunberg.
A2: Arbeitsaufträge zu F2 und M2
Die Lernenden interpretieren den Titel „gemeinsames Haus“ und vergleichen die Aussagen der Enzyklika mit Greta Thunbergs Rede. Im Unterricht entstehen Gespräche über Verantwortung, Gerechtigkeit und christliche Ethik.
F3: Karikatur „Die knappe Ressource Wasser“
Die Lernenden beschreiben und deuten die Karikatur. Im Unterricht reflektieren sie die ungleiche Verteilung von Ressourcen und die Folgen von Wasserknappheit.
M3: Der Klimawandel als globale Ungerechtigkeit
Die Lernenden setzen sich mit den Folgen des Klimawandels auseinander. Im Unterricht analysieren sie Zusammenhänge zwischen Armut, Hunger, Flucht und Umweltzerstörung und diskutieren verschiedene Formen von Gerechtigkeit.
A3: Arbeitsaufträge zu F3 und M3
Die Lernenden definieren Gerechtigkeit und erläutern, warum besonders arme Menschen von der Klimakrise betroffen sind. Im Unterricht werden christliche Motive von Hilfsorganisationen wie MISEREOR oder Caritas thematisiert.
F4a: Karte zu den Folgen einer Erderwärmung über zwei Grad
Die Lernenden untersuchen die weltweiten Folgen des Klimawandels auf verschiedenen Kontinenten. Im Unterricht analysieren sie ökologische Veränderungen und globale Zusammenhänge.
M4a: Klimaschutz und Armutsbekämpfung gehören zusammen
Die Lernenden lesen einen Sachtext über die Verbindung von Klimaschutz und Entwicklungspolitik. Im Unterricht diskutieren sie die Verantwortung reicher Länder und Möglichkeiten internationaler Zusammenarbeit.
A4a: Arbeitsaufträge zu F4a und M4a
Die Lernenden analysieren die Folgen der Erderwärmung und nehmen Stellung zur Frage, warum Klimaschutz und Armutsbekämpfung zusammengehören. Im Unterricht werden Diskussionen und Präsentationen durchgeführt.
F4b: Karte „Wie MISEREOR in Projekten auf den Klimawandel reagiert“
Die Lernenden lernen internationale Projekte kennen, die Menschen bei der Anpassung an die Klimakrise unterstützen. Im Unterricht sprechen sie über Solidarität und Entwicklungszusammenarbeit.
M4b: Philippinen – Überleben trotz Klimawandel
Die Lernenden beschäftigen sich mit einem konkreten Beispiel aus den Philippinen. Im Unterricht analysieren sie die Folgen von Taifunen, den Schutz von Mangrovenwäldern und gemeinschaftliche Hilfe durch Entwicklungsprojekte.
A4b: Arbeitsaufträge zu F4b und M4b
Die Lernenden reflektieren Maßnahmen zum Küstenschutz und diskutieren Möglichkeiten nachhaltiger Entwicklung. Im Unterricht werden Perspektivübernahme und Problemlösung gefördert.