RU-digitalRU-digital-logo
1 Bild
Misereor

Misereor

Klimakrise und Gerechtigkeit

Veröffentlichung:1.4.2022

Die Unterrichtseinheit "Klimakrise und Gerechtigkeit" mit 29 Seiten und Materialien thematisiert den persönlichen und gesellschaftlichen Einsatz für das Klima vor dem Hintergrund der Enzyklika laudato si von Papst Franziskus und dem Klima Streik von Greta Thunberg.

Die Materialsammlung „Klimakrise und Gerechtigkeit“ thematisiert die Zusammenhänge zwischen Klimawandel, globaler Gerechtigkeit und christlicher Schöpfungsverantwortung. Anhand von Bildern, Reden, kirchlichen Texten, Karten, Karikaturen und Projektbeispielen werden die Auswirkungen der Klimakrise auf Menschen weltweit dargestellt. Die Materialien greifen unter anderem die Klimabewegung Fridays for Future, Aussagen von Greta Thunberg sowie Auszüge aus der Enzyklika Laudato si von Papst Franziskus auf. Darüber hinaus werden konkrete Folgen des Klimawandels wie Wasserknappheit, Armut, Migration und Naturzerstörung erläutert. Beispiele aus der Entwicklungszusammenarbeit von MISEREOR zeigen Möglichkeiten nachhaltigen Handelns und solidarischer Unterstützung auf. Die Sammlung eignet sich besonders für den Religionsunterricht der Sekundarstufe I und II und verbindet ethische, gesellschaftliche und religiöse Fragestellungen miteinander.

Products

Didaktisch bietet das Video zahlreiche Möglichkeiten für einen handlungsorientierten und kompetenzfördernden Religionsunterricht. Die Materialien ermöglichen einen lebensweltlichen Zugang, da viele Lernende bereits Erfahrungen mit Klimaschutzdebatten und gesellschaftlichen Bewegungen wie Fridays for Future gemacht haben. Besonders geeignet sind die Bildimpulse und Karikaturen als motivierende Einstiege in Unterrichtsgespräche oder Diskussionen. Die Reden und Texte fördern die Analysefähigkeit sowie die Urteilsbildung der Lernenden. Durch den Vergleich von Greta Thunbergs Forderungen mit Aussagen von Papst Franziskus können religiöse Perspektiven auf globale Verantwortung erschlossen werden. Die Materialien eignen sich für Einzelarbeit, Partnerarbeit, Gruppenarbeit sowie für Präsentationen und Debatten. Ebenso können Rollenspiele, Podiumsdiskussionen oder kreative Schreibaufgaben eingesetzt werden. Karten und Projektbeispiele fördern zudem die Perspektivübernahme und eröffnen Möglichkeiten für Globales Lernen und Bildung für nachhaltige Entwicklung. Besonders gewinnbringend ist eine fächerverbindende Zusammenarbeit mit Geographie, Politik oder Sozialwissenschaften. Die Lehrkraft kann die Materialien differenziert einsetzen und Arbeitsaufträge an Leistungsniveau und Altersstufe der Lerngruppe anpassen. Durch die Verbindung von ethischen Fragestellungen, religiösen Deutungen und aktuellen gesellschaftlichen Herausforderungen unterstützt das Medium die Entwicklung von Verantwortungsbewusstsein, Empathie und Handlungskompetenz.

F1: Foto einer Fridays for Future Demonstration

Die Lernenden betrachten und beschreiben das Bild einer Klimademonstration. Dabei äußern sie erste Gedanken zur Klimakrise und erkennen die Bedeutung jugendlichen Engagements. Das Bild dient als motivierender Einstieg in die Unterrichtsreihe und knüpft an die Lebenswelt der Lernenden an.

M1: Greta Thunbergs Appell an die Welt

Die Lernenden lesen und analysieren Greta Thunbergs Rede von der Weltklimakonferenz 2018. Sie arbeiten zentrale Aussagen heraus und diskutieren Forderungen nach Klimagerechtigkeit und gesellschaftlichem Wandel. Dabei werden Argumentationsfähigkeit und Urteilskompetenz gefördert.

A1: Arbeitsaufträge zu F1 und M1

Die Lernenden fassen die Kernaussagen der Rede zusammen und nehmen persönlich Stellung zu Greta Thunbergs Forderungen. Dadurch werden Reflexionsfähigkeit und eigenständige Meinungsbildung unterstützt.

F2a und F2b: Bilder von Greta Thunberg und Papst Franziskus

Die Lernenden interpretieren die dargestellten Begegnungssituationen und entwickeln Vermutungen über Gemeinsamkeiten zwischen kirchlichen Positionen und der Klimabewegung. Die Bilder dienen als Impuls für Unterrichtsgespräche.

M2: Auszüge aus der Enzyklika Laudato si

Die Lernenden analysieren Aussagen von Papst Franziskus zu Umweltzerstörung, Klimawandel und globaler Verantwortung. Sie erkennen Parallelen zwischen religiösen Überzeugungen und aktuellen gesellschaftlichen Forderungen nach Klimaschutz.

A2: Arbeitsaufträge zu F2 und M2

Die Lernenden vergleichen die Aussagen von Greta Thunberg mit den Aussagen der Enzyklika. Sie interpretieren zentrale Begriffe wie „gemeinsames Haus“ und diskutieren die Verantwortung des Menschen für die Schöpfung.

F3: Karikatur zur Ressource Wasser

Die Lernenden beschreiben und deuten eine Karikatur zur ungerechten Verteilung von Wasser. Die Karikatur eröffnet Gespräche über weltweite soziale Ungerechtigkeit und ökologische Verantwortung.

M3: Der Klimawandel als globale Ungerechtigkeit

Die Lernenden setzen sich mit den Folgen des Klimawandels auseinander und erkennen die Zusammenhänge zwischen Armut, Flucht, Hunger und Umweltzerstörung. Dabei lernen sie verschiedene Dimensionen von Gerechtigkeit kennen.

A3: Arbeitsaufträge zu F3 und M3

Die Lernenden definieren den Begriff Gerechtigkeit, analysieren die Auswirkungen der Klimakrise und diskutieren die Verantwortung kirchlicher Hilfswerke. Dabei werden ethische und religiöse Perspektiven miteinander verbunden.

F4a: Weltkarte zu den Folgen einer Erderwärmung über zwei Grad

Die Lernenden untersuchen globale Auswirkungen des Klimawandels auf unterschiedliche Kontinente. Die Karte fördert räumliches Denken und verdeutlicht die weltweite Dimension der Problematik.

M4a: Klimaschutz und Armutsbekämpfung gehören zusammen

Die Lernenden analysieren einen Sachtext über die Verbindung von Klimaschutz, Entwicklungspolitik und Armutsbekämpfung. Sie erkennen, dass besonders arme Regionen unter den Folgen des Klimawandels leiden.

A4a: Arbeitsaufträge zu F4a und M4a

Die Lernenden benennen Folgen der Erderwärmung und diskutieren die Frage, warum Klimaschutz und Armutsbekämpfung zusammengehören. Dabei üben sie argumentatives Schreiben und begründetes Urteilen.

F4b: Karte zu MISEREOR Projekten

Die Lernenden lernen konkrete Projekte kennen, mit denen Menschen weltweit auf den Klimawandel reagieren. Die Karte zeigt Möglichkeiten nachhaltiger Entwicklung und internationaler Solidarität auf.

M4b: Philippinen – Überleben trotz Klimawandel

Die Lernenden beschäftigen sich mit einem Beispiel aus der Entwicklungszusammenarbeit auf den Philippinen. Sie erfahren, wie Menschen durch Aufforstung, Küstenschutz und gemeinschaftliches Handeln den Folgen des Klimawandels begegnen.

F5: Comic „Herbert tut was!“

Die Lernenden reflektieren eigenes Konsumverhalten und setzen sich kritisch mit Alltagsgewohnheiten auseinander. Der Comic eröffnet einen lebensnahen Zugang zum Thema nachhaltiger Lebensstil.

M5: Nachhaltige Lebensstile praktizieren und fördern

Die Lernenden diskutieren Möglichkeiten individuellen und gesellschaftlichen Handelns gegen die Klimakrise. Dabei erkennen sie die Bedeutung politischer und sozialer Veränderungen neben persönlichem Verhalten.

A5: Arbeitsaufträge zu F5 und M5

Die Lernenden bewerten nachhaltige Lebensweisen und diskutieren Handlungsmöglichkeiten im Alltag. Ziel ist die Entwicklung von Verantwortungsbewusstsein und Handlungskompetenz.


Der Einstieg gelingt über eine Bildanalyse einer Aufnahme der Demonstration Fridays for future. Im Anschluss wird eine eine Rede von Greta Thunberg auf ihre Klimaziele ausgewertet. In den didaktischen und methodischen Kommentaren im Material ist eine antizipierte Lösung enthalten.

In einem weiteren Schritt wird eine Botschaft für Papst Franziskus entwickelt. Dazu liegt ein Material mit dem Bild einer Papstaudienz bei.

Ein weiterer Schritt untersucht die Enzyklika Laudato Si anhand eines Informationstextes. Dabei werden die Inhalte mit den Forderungen von Greta Thunberg verglichen. Gemeinsamkeiten werden herausgearbeitet.

Eine Karikatur zeigt den Verteilungskampf zwischen globalem Süden und Norden am, Beispiel Trinkwasser. Vier Arbeitsaufträge leiten die Auswertung an. Dabei wird die Bedeutung des Klimawandels für die Verschärfung dieses Kampfes und der sozialen Ungerechtigkeit thematisiert.

Der nachfolgende Schritt thematisiert anhand von Bildern, Text und einer Weltkarte mit klimabedingten Katastrophen die Bedeutung von Klimaschutz für die Armutsbekämpfung.

Ein weiterer Schritt zeigt Beispiel der Arbeit von Misereor auf, welche soziale Ungerechtigkeit auch durch Klimaschutz bekämpfen.

der nächste Schritt untersucht eigene Möglichkeiten zum Klimaschutz anhand eines Comics. In ihm werden sechs Beispiele für vermeidbare Umweltzerstörung und verschwenderischen Umgang mit Ressourcen aus dem Alltag dargestellt. Ein Informationstext stellt Konzepte für ein nachhaltiges Leben heraus. Auch der Bezug zwischen politischen Veränderungen und Druck durch Demonstrationen wird herausgearbeitet.

Material:

Klimakrise und Gerechtigkeit (F1)

Greta Thunbergs Appell an die Welt, 2018 (M1)

Arbeitsaufträge zu F1 und M1 (A1)

Papst Franziskus und Greta Thunberg (F2a und F2b)

Auszüge aus der Enzyklika Laudato si (M2)

Arbeitsaufträge zu F2a/b und M2 (A2)

Karikatur „Die knappe Ressource Wasser“ (F3)

Der Klimawandel als globale Ungerechtigkeit (M3)

Arbeitsaufträge zu F3 und M3 (A3)

Karte „Folgen einer Erderwärmung von mehr als 2°“ (F4a)

Klimaschutz und Armutsbekämpfung gehören zusammen (M4a)

Arbeitsaufträge zu F4a und M4a (A4a)

Karte „Wie MISEREOR in Projekten auf den Klimawandel reagiert“ (F4b)

Philippinen: (Über)Leben trotz Klimawandel (M4b)

Arbeitsaufträge zu F4b und M4b (A4b)

Comic „Herbert tut was!“ (F5)

Nachhaltige Lebensstile praktizieren und fördern (M5)

Arbeitsaufträge zu F5 und M5 (A5)

Methoden:

Bildanalyse

Medien, die Teil des aufgelisteten Materials sind und in weiteren Kontexten Verwendung finden können.

Hubertus Holschbach | ru-digital, Johannes Wallacher

11.4.2022

Umfang: Anregung

Schulbereich: Sekundarstufe I

Hessen

Hessen

Sekundarstufe I | Jahrgangsstufe 9

9G.2 Darf man alles, was man kann? Fortschritt und menschliche Zukunft.

Sekundarstufe II | Q4 Kirche – Gemeinde Jesu Christi

Q4.3 Kirche in der Welt von heute.

Rheinland-Pfalz

Rheinland-Pfalz

Sekundarstufe I | Jahrgangsstufe 9

9.2 Nach Gerechtigkeit streben: Gleiche Lebensbedingungen für alle.

Beispielhafte Lernsequenzen

  • Weltweite Gerechtigkeit (Entwicklungsländer, Verschuldung)

Sekundarstufe II | 11/1 Was ist der Mensch?

11.1 / 3. Der Mensch und seine Verantwortung.

Sekundarstufe II | 12/2 Gutes Handeln unter dem Anspruch des Christseins

12.2 / 4. Schöpfungsauftrag und ökologische Verantwortung.

Sekundarstufe II | 13 Der Mensch und seine Zukunft - Die Zukunft der Menschheit

13 / 5. Hoffnungen, Visionen, Entwürfe, Utopien.

13 / 7. Zukunft der Glaubenden.

Wir nutzen Cookies auf unserer Website. Einige von ihnen sind essenziell, während andere uns helfen, diese Website und Ihre Erfahrung zu verbessern Datenschutz.